Ausstellung Malerin Brigitte Breiter öffnete ihr Atelier in Wuppertal-Cronenberg für Gäste

Wuppertal · Ihr Atelier „Interaktion“ befindet sich an der Rather Straße 56.

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Wahrnehmung und Austausch haben für Brigitte Breiter einen besonderen Stellenwert.

Foto: Christian Zörkler

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Malerin Brigitte Breiter lebt seit zwei Jahren in Cronenberg. Ihr Atelier „Interaktion“ befindet sich an der Rather Straße 56. Am Wochenende öffnete sie ihre Pforten und präsentierte eine Vielfalt an Techniken und auch Aussagen. Das „offene Atelier“ erstreckte sich dabei auch über ihren Garten.

Für einen richtigen Andrang war wohl zu heiß, aber die wirklich Interessierten statteten der Künstlerin einen Besuch ab. Auch unmittelbare Nachbarn nutzten die Gelegenheit, um Breiter kennenzulernen und zeigten sich überrascht bei der Bandbreite der vorgeführten Arbeiten.

Es warteten Pastelle, Aquarelle, Öl- und Acrylbilder, Tiefdrucktechniken der Radierung und Zeichnungen. Darunter Landschaften, Figürliches und Mischtechniken.

Ihre Intention: Menschen eine Freude bereiten und Impulse zum Gedankenaustausch geben. An erster Stelle stehe überhaupt, ins Gespräch zu kommen. Als Künstlerin versteht sie sich in der Rolle der Aufklärerin. An und für sich sei sie jedoch eine Handwerkerin.

Sie begann mit einer Lehre als Tapetenmalerin und studierte im Anschluss Textildesign. Nach einer Lehrtätigkeit wurde sie als freischaffende Malerin tätig. Die Zeit in ihrem Beyenburger Atelier in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Volksschule Beyenburger Freiheit von 1988 bis 2014 war erfüllt durch eine rege Ausstellungstätigkeit und der ästhetischen Früherziehung im Kindergartenalter.

„Die Kinder in die schöne Form, die wundervolle Farbenwelt und die mannigfaltigen Strukturen einzuführen“, ist ihr eine besonders wichtige Aufgabe. Deshalb unterrichtet sie in ihrer Kunst Malschule derzeit auch nur Einzelschüler. Sie möchte in Finesse und vor allem Wahrnehmung schulen. „Kinder sind heute so überfrachtet“, ihr Gedanke dazu.

Im Herbst will sie vielleicht auch wieder Angebote für Erwachsene offerieren. „Ich muss mal wieder raus“, ist jedoch im Moment die vorherrschende Stimmung. Daher arbeitet sie an einer neuen Ausstellung, denn sie habe noch einiges zu sagen. Gerne möchte sie sich aktuell auch mit dem Thema „Ungehorsam“ auseinandersetzen.

Ein nächster Termin des offenen Ateliers steht bereits fest. Er liegt nach den Sommerferien und ist eine Kombination mit ihrem 75. Geburtstag. Am 20. September stehen die Pforten wieder offen.